Planungswerkstatt

Die letzten Ernten aus dem Garten wurden abgesammelt und langsam spürt man, dass sich der kleine Garten in den Winterschlaf begibt. Die Blätter werden gelb, rot und braun und die Beete leeren sich nach und nach oder verstecken sich unter einer dicken Mulchschicht. Nun kommt für uns Gärtner*innen nach einem Sommer voller spannender Aufgaben, vielen neuen Erkenntnissen und Erfahrungen im Garten die Zeit der Ruhe. Aber wir vergessen unseren Garten nicht, nein ganz im Gegenteil: Am 9. November haben wir uns einen ganzen Tag genommen, um unser erstes gemeinsames Gartenjahr auszuwerten und Träume für das nächste Jahr zu spinnen.In der WG einer unserer Gärtnerinnen wurde ein Raum gemütlich eingerichtet, der Kamin angeheizt und Tee gekocht. 10.30 trafen wir uns um ein vertrauter Runde das letzte Jahr zu besprechen. Was ist gut gelaufen? Was hat uns Probleme bereitet? Wie hat sich jede/r Einzelne in der Gruppe gefühlt?Wir haben sowohl garten-praktische, als auch soziale und kulturelle Aspekte besprochen. Bei einem Thema waren wir uns alle einig: Wir müssen mehr gegen die Schnecken im Garten machen! Weiter haben wir über die Kommunikationsstruktur gesprochen, die teilweise sehr gut lief, aber auch an manchen Punkten besser genutzt werden könnte. Vor allem das Selbstverständnis des Gartens, wie er auch von Menschen, die nicht im Verein sind, oder zum Kernteam gehören musste nochmal besprochen werden. Wir waren uns einig, das der Garten sehr gern auch als Ort der Entspannung genutzt werden kann und dies nicht zum mit Anpacken und Gärtnern verpflichtet. Das wurde noch nicht ausreichend nach außen kommuniziert.

Nach der Auswertung ging es an den spannenden Teil des Tages: Was sind unsere Wünsche für das nächste Jahr? Dazu gaben wir uns 10 Minuten, um jeder für sich in Ruhe ein paar Wünsche auf Kärtchen zu schreiben, die wir dann Anschließend auf dem Plan unseres Gartens verteilten und gemeinsam besprachen. Neben ganz essentiellen Dingen, wie mehr Beeten, einem Gewächshaus oder mehr Augenmerk auf die Fruchtfolge wurden auch Wünsche nach einer kleinen Terrasse an unserem Schuppen, Elementen für Kinder (zum Spielen und Erkunden), mehr Workshops und Festen geäußert. Viele tolle Ideen konnten so gesammelt werden.

Vor dem gemeinsamen Mittag essen redeten wir noch über ein wichtiges Projekt, das im nächsten Jahr auf uns zu kommt: Die Umgestaltung des Uferbereichs. Wir wurden im Sommer dieses Jahres darauf hingewiesen, dass wir direkt am Uferrand (5-10 m vom Bach entfernt) keine Beete anlegen sollen, da dies bei starkem Regenfall oder Überschwemmung eine Verschlammung des Kaitzbaches mit sich bringen würde auch sollen sich in diesem Bereich keine beweglichen Gegenstände befinden. Da unsere Hauptanbaufläche in dem betroffenen Bereich liegt müssen wir uns also überlegen, wie wir den Garten umgestalten, um weiterhin Gemüse und Blumen anpflanzen zu können. Steve hatte im Vorfeld dazu die rechtliche Lage recherchiert und uns vorgetragen.

Somit hatten wir alle Informationen die wir brauchten, um das nächste Gartenjahr zu planen. Nach einer gemütlichen Mittagspause mit Kürbissuppe, leckeren Kuchen, Tee und Apfelsaft richteten wir unseren Blick in die konkrete Zukunft. Mit Hilfe von Sebastian aus dem Johannstädter Garten, der uns durch sein breites Wissen im Bereich Permakultur und Gärtnern im allgemeinen, aber auch durch viel Erfahrung zum Thema Gruppenprozesse (die uns noch fehlt), sehr bereichern konnte, widmeten wir uns am Nachmittag der konkreten Planung des nächsten Gartenjahres. Auf einer von Gesine vorbereiteten Karte konnten wir die Projekte verorten und während wir kleine Projekt-Kärtchen auf dem Plan hin und her schoben, besprachen wir, was wir zur Umsetzung der Projekte benötigen, welche wir zuerst beginnen müssten und wer gerne an welchem Projekt mitarbeiten würde.

Am Ende des Prozesses stand ein schöner Plan KleiGaMapA4_(1) (vielen Dank fürs zusammen basteln an Gesine!) mit vielen Projekten, von denen einige auf jeden Fall umgesetzt werden sollen und andere offen für Interessierte Mitstreiter*innen wären.

Erste Aktionen die aus der Planung hervorgehen sind:

  • Fällen der Fichte, um einen sonnigen Ort für Ausweichbeete zu schaffen

  • Uferbepflanzung mit Sträuchern (Schlehe, Aronia), Büschen, Stauden und eventuell einem neuen Baum

  • Errichtung eines neuen Kompostes

  • Errichtung eines Gewächshauses aus Fensterscheiben

  • Herrichten neuer Beete

  • ein besseres Anti-Schneckenkonzept

Weitere Projekte:

  • bauen einer Terrasse am Schuppen, sowie anlegen einer Regenwassertonne

  • Planung von mehr Festen und Workshops

  • noch stärkere Einbeziehung der Nachbarschaft (Kleingärtner*innen, Strehlener, Interessierte)

  • Planung von Mischkulturen

Puh… da gibt es wieder viel zu tun im nächsten Gartenjahr (und viele helfende Hände die dazu benötigt werden)! Wir sind auf jeden Fall motiviert und zufrieden aus unserer Planungswerkstatt in ein gemütliches Beieinander bei Glühwein und Kuchen über gegangen und werden die kalte Jahreszeit zur Planung der Konkreten Umsetzung nutzen (Fällen der Fichte organisieren, Beete vorbereiten, konkrete Uferpflanzen recherchieren und beschaffen etc.).

Unsere Fichte als Weihnachtsbaum?

Wir haben bei unserer Planungswerkstatt entschlossen, dass die Fichte, die in der Mitte des Garten steht für mehr Gemüsebeete weichen muss (mehr dazu bald in einem weiteren Bericht).

Das wir danach wunderschöne Gartenmöbel aus ihrem Holz machen können, ist klar. Doch was kann ihr zu Ehren noch passieren? Wir stellen uns vor, dass sie, passend zu Jahreszeit, ein wunderbarer Weihnachtsbaum auf einem Stadtteil-Weihnachtsmarkt oder Platz wäre. Deswegen suchen wir jetzt nach den passenden Abnehmern …

Vielleicht kennt ihr jemanden, der sie braucht?

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Ca. 15 m hoch, Durchmesser ca. 1,50m, für Selbstabholer in Dresden Strehlen.

Wir sind Teil einer Bewegung — Gärten und Politik

Gärtnern in der Stadt hat seit einer ganzen Weile schon nicht nur etwas mit umgraben, pflanzen und ernten zu tun. Mit dem Gärtnern auf Freiflächen setzen wir auch ein Statement. Damit das nicht einfach im leeren Raum stehen bleibt haben sich mittlerweile 82 (Zahl steigend) Initiativen aus ganz Deutschland dazu bereit erklärt ein Manifest zu unterschreiben. Das wurde von enagierten Gärtner*innen mit Unterstützung der Anstiftung und Ertomis verfasst.

Die Uferprojekte (Johanstädter Garten, Hechtgrün und Kleiner Garten) haben unterschrieben und wir stehen voll hinter dem Konzept. Hier findet ihr den Hauptartikel dazu.

Wir wollen gern mit euch über die ganze Thematik diskutieren und eure Meinung dazu hören. Da bietet es sich ja gut an, dass dieses Wochenende Das Umundufestival für nachhaltigen Konsum startet. Hier haben wir einen Ort gefunden an dem wir uns mal einen Abend lang mit dem Zusammenhang von Gärtnern und Politik beschäftigen können. Markus vom Johanstädter Garten, der sich schon länger mit dem Thema auseinander setzt (seht hier) wird dazu einen Vortrag halten, in dem er über einen kurzen geschichtlichen Rückblick und aktuelle Verortung der Gemenischaftsgärten spricht. Im Anschluss daran stellen Sebastian vom Johannstädter Garten und Julie vom Kleinen Garten euch das Manifest vor und erzählen, was es für uns konkret bedeutet. Und dann folgt der wichtigste Teil: Eure Meinung dazu! Wir laden euch ein mit uns über das Manifest und seine Auswirkungen auf unsere Gärten und die Stadt zu reden. Seht ihr da Anknüpfungspunkte für euch, oder wollt ihr einfach nur gärtnern?

Also kommt vorbei am 19. Oktober um 19:00 in der Veränderbar Dresden (Görlitzerstraße 42). Im Anschluss gibt es sogar ein Konzert, dass zur Feierlaune anregt. Denn der Spaß soll bei allem nicht fehlen.

Die Stadt ist unser Garten!

Übrigens habe ich munkeln hören, dass auf dem Umundufestival noch viele weitere großartige Veranstaltungen statt finden werden (von denen ihr die meißten, dank harter Arbeit des Umunduteams kostenlos besuchen könnt). Also schaut vorbei.

Blubb-Blubb-Blubb


Letzte Woche hat es ordentlich geblubbert im Kleinen Garten, denn am Freitag gab’s das erste Mal einen Workshop bei uns. »Blubber! – die Ernte halbtar machen« war Teil der »Seitentriebe«-Workshopreihe des Gartennetzwerks Dresden.
Trotz grauem Nieselwetter kamen 15 Interessierte in den Garten um zu erfahren, auf welche vielfältige Art und Weise sie ihre Erträge aus den Gärten halbtar machen können. Vom optimalen Lagern, über die Trockung und Sterilisation bis hin zu milchsauren Gärung wurden alle Haltbarmach-Techniken besprochen. Es gabe eine große Probier-Runde, bei der unsere Geschmacksnerven voll gefragt waren und drei der Rezepte wurden im Anschluss gleich praktisch ausprobiert. Bis es dunkel wurde haben wir Kürbis-Chutney, Apfel-Birnen-Kompott und milchsaure Ingwer-Möhren-Sticks blubbern lassen.

Wer mehr erfahren möchte, kann hier in das Handout vom Workshop reinschnuppern und sich schon auf mehr »Seitentriebe«-Workshops im nächsten Jahr freuen.

 

Workshop am 26. 9. im Kleinen Garten

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Blubber! … Ernte haltbar machen

Wohin mit all den Herbstäpfeln? Quillt dein Gemüsefach über?
Und was kannst du eigentlich noch alles machen mit deiner Ernte, den gefundenen und gesammelten Schätzen?
Gesine und Julia laden Dich in den Kleinen Garten in Strehlen ein und möchten mit dir die vielfältigen Möglichkeiten der Haltbarmachung erkunden.
Von simple wie Einkochen und Trocknen bis ausgefallen wie Chutney und Fermentation. Freu Dich mit uns auf Geschmacksexplosionen, blubbernde Töpfe und viele neue Anregungen.
Bring bitte 2–3 Schraubgläser mit, wenn du das frisch Zubereitete mit nach Hause nehmen möchtest. Wir freuen uns auf Dich!

Freitag, 26. September
16 bis 19 Uhr
Kleiner Garten in Strehlen, Zugang über Mary-Krebs-Straße/Netto-Parkplatz

Wir freuen uns auf Euch
Julia & Gesine

Ein Workshop aus der Veranstaltungsreihe »Seitentriebe« des Gartennetzwerks Dresden
http://www.dresden-pflanzbar.de

Lokale Agenda 21 Wettbewerb

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Nach einem Gartentag fahre ich nach Hause, setze mich an meinen Schreibtisch, beiße in einen der saftigen Äpfel, die gerade vom Apfelbaum fallen und mache, was Gärtner_innen der heutigen Zeit eben auch tun müssen: ich werfe einen Blick in mein e-mail Postfach.

Hui und was ich da sehe lässt mich kurz inne halten: „Dresdner Agenda 21 – Wettbewerb 2014 Nominierung als Projekt für den Publikumspreis“ steht da geschrieben.

Aber eins nach dem anderen: Der Garten war von uns ja schon immer als ein Projekt geplant, in dem eben nicht nur gegärtnert und gewerkelt werden soll, sondern, dass auch als Nachbarschaftstreffpunkt und Ort der Naturerfahrung dienen soll. Wir wollen einen Garten zum staunen, lernen und experimentieren des nachhaltigen und bewussten Umgangs mit der Natur wachsen lassen.

Die Lokale Agenda 21, ein Netzwerk zur Förderung nachhaltiger Aktivitäten, schreibt einen jährlichen Preis für bürgerschaftliche Projekte aus, die auf soziale, wirtschaftliche und ökologische Nachhaltigkeit achten. Und da dachten wir in unserer Beschwingtheit, das machen wir ja auch, versuchen wir doch mal uns auf diesen Preis zu bewerben. Immerhin winken 1.000 Euro Preisgeld, die wir für die im nächsten Jahr anstehenden Umstrukturierungsmaßnahmen, Workshops und Projekte gut gebrauchen könnten.

Wir haben uns nie eine große Chance ausgemalt, aber aus Bewerbungen von 23 Projekten wurden wir neben 4 weiteren Projekten für den Publikumspreis nominiert.

So und nun liebe Freunde kommt ihr ins Spiel. Bei einem Publikumspreis entscheidet ihr, wer ihn bekommt. Wir würden uns also riesig freuen, wenn ihr im Zeitraum vom 15. bis einschließlich 21. September 2014 auf www.dresdner-agenda21.de  eure Stimme für uns abgebt.

Erzählt gern auch euren Nachbar_innen, Freund_innen, Familie, Kolleg_innen und Bekannten von uns und kommt gern auch mit ihnen zur offenen Gartenzeit immer Dienstags ab 16.30 Uhr vorbei.

Wir freuen uns auf euch.

 

Hechtfest 2014

Feste feiern, wie sie fallen. Das nehmen sich die Dresdener Gemeinschaftsgärtner_innen aus zu Herzen und so kam es, dass wir dabei waren beim Hechtfest.

Wir unterstützten die Gärtner_innen vom Hechtgrün (auch ein Garten des UFER-Vereins) mit einem Stand an dem eine Karte des Gartennetzwerks Dresden mit alle Gemeinschaftsgärten Dresdens zu sehen war. Und weil das mittlerweile schon so viele sind, kann so ein Blick auf die Gartenkarte seeeehr lange dauern. Damit niemand entkräftet den Stand verlassen musste, hat Steve sein im Sommercamp erworbenes Wissen über die Kunst des grünen Smoothie mixens gleich angewandt und leckerste Kreationen im Mixer hergestellt. Mhhhhh…. die „grünen Schmusis vom Schmusi Steve“, auf einer Grundlage von Früchten, waren verfeinert mit Mangold, Kapuzinerkresse und Brennnesselblättern aus den Gemeinschaftsgärten des UFER-Vereins. Und vor allem am Sonntag, als alle Hechtfestbesucher leicht verkatert durch die Straßen taumelten, kamen die Vitaminbomben super an. Wir konnten damit fleißig spenden sammeln, die dem Gartennetzwerk und dem UFER-Verein zu Gute kommen.

Im Hechtgrün selbst gab es noch viel mehr zu entdecken! Es wurde in liebevoller Handarbeit eine Bar gezimmert, die in Form eines Bootes alle Matrosen auf einen Schnaps einlud. Hechtsuppe gab es nicht, dafür aber Drinks verfeinert mit hauseigenem Holunder– und Kräutersirup.

Der ganze Garten wurde zur Chillout-Lounge mit Heukissen, Schaukeln, gemütlicher Beleuchtung, Feuerstelle und spannenden Naturgeräuschen aus jeder Ecke. Eine wahre Insel der Gelassenheit, auf der sich die Hechtfestbesucher_innen gern nieder ließen und einfach mal die Seele baumeln lassen konnten.

Ein sehr gelungenes Wochenende mit vielen spannenden Gesprächen über die Gärten Dresdens, den einen oder anderen Holunderschnaps, viel Spaß und netten Leuten. Vor allem wollen wir uns bei Philip vom Hechtgrün bedanken, der zusammen mit den Anwohnern den Garten zu einer der schönsten Attraktionen des Hechtgrüns hat wachsen lassen. Wochen und Monate lang wurde das alles vorbereitet und in den Tagen vor und während des Hechtfests wurde kaum ein Auge geschlossen. Es war schön ein kleiner Teil davon zu sein.

Für alle, die das Hechtfest verpasst haben oder schon immer mal wissen wollten, wie ein “grüner Schmusi á la Steve” gemacht wird hier das Rezept zum nachmachen zu Hause:

für 1 Smoothie (300–400 ml)

Obst:

  • 2 Birnen
  • oder 2 Bananen
  • oder 1 Banane + 1 Birne
  • oder 3 Nektarinen

–> alle süßen, weichen Früchte funktionieren super

Grünzeug:

  • Mangold (1 Blatt)
  • Kapuzinerkresse (1–2 Blätter)
  • Brennnessel (4–8 Blätter)

Wasser:

  • 150 ml

Alles zusammen in einen starken Mixer oder Gefäß für Pürierstab geben und ca. 1 Minute mixen. Am besten das Grünzeug im Mixer unten und beim Pürieren oben platzieren, damit es gut zerkleinert wird.

Smoothies sofort nach der Zubereitung genießen oder höchstens 2 Stunden im Kühlschrank aufbewahren. Sonst schmecken sie nicht mehr, da der Fruchtbrei schnell anfängt zu gären.

Ausflug: Sommercamp 2014 in Nürnberg

Es sind Sommerferien in Sachsen und auch die Dresdener Gemeinschaftsgärtner_innen nutzen diese Zeit für ein paar Ausflüge. So auch letztes Wochenende, an dem sich eine Gruppe der UFER-Projekte mit Vertreter_innen aus dem Gemeinschaftsgarten Dresden Johannstadt (Sebastian), dem Gemeinschaftsgarten hechtgrün (Philip) und dem Kleinen Garten (Gerrie, Steve und Julie) auf den Weg nach Nürnberg machten. Dort, im wunderschönen Stadtgarten Nürnberg, fand das 3. Urban Gardening Sommercamp statt, bei dem ca. 100 Stadtgärtnerinnen aus über 40 verschiedenen Projekten angemeldet waren.

Auf dem Sommercamp wurden viele spannende Workshops angeboten. Es wurden grüne Smoothies gemacht, über Bildung im Garten gesprochen, spannende Planungsmethoden wie Dragon Dreaming vorgestellt und diskutiert, eine Radtour durch Nürnberg mit Abstecher zu weiteren Stadtgärten gemacht, wissenschaftliche Arbeiten vorgestellt (wie die von Ella von der Haide, die mit ihrer Arbeit bei der Vermittlung zwischen Gärten und städtischen Institutionen helfen will) und vieles mehr.

Doch vor allem war dieses Wochenende eine perfekte Gelegenheit sich auszutauschen. Schon am ersten Abend kam beim Grillen eine gemütliche Atmosphäre auf. Bei veganen Leckereien, frisch geernteten Tomaten, selbstgemachten Aufstrichen und einem kühlen Bier wurden Gartenwitze gerissen, Geschichten erzählt, aber auch über Probleme diskutiert, die vor den wenigsten Gärten halt machen. Dabei entstand bei mir das wohlig warme Gefühl, in ein weites Netz aus Gleichgesinnten eingespannt zu sein.

Das machte sich vor allem am zweiten Tag bemerkbar, an dem eine Möglichkeit diskutiert wurde, allen Stadtgärten eine gemeinsame Stimme zu geben: Das Manifest für urbane Gärten. Seit einer ganzen Weile basteln Stadtgärtner_innen aus ganz Deutschland mit Unterstützung der Stiftungsgemeinschaft Anstiftung & Ertomis  daran, ein Selbstverständnis für alle Stadtgärten zu entwickeln. Dabei geht es neben der Stärkung der Stadtgartenbewegung untereinander auch darum, vor kommunalen Entscheidungsträger_innen geschlossen auftreten zu können und die Gärten so besser in das jeweilige Stadtbild integrieren zu können. Wir halten euch über diesen Prozess, in den auch wir uns einbinden können auf dem Laufenden. In unseren Gärten steckt auf jeden Fall viel mehr als nur ein paar Tomatenpflanzen und Kräuterspiralen.

Es wurde viel diskutiert, geträumt, wieder auf den Boden der Tatsachen geholt, gestaunt, gelacht und kleinen Regenschauern getrotzt.

Die großartige Verpflegung durch die Nürnberger Küchengöttin, Xenia, die mit Herz und Verstand und vielen fleißigen Helfer_innen die leckersten veganen Kreationen für uns auftischte, rundete das ganze Wochenende zu einem der Highlights des Gartenjahres ab.

Danke liebe Nürnberger Stadtgärtner_innen und vor allem liebe Stiftungsgemeinschaft Anstiftung & Ertomis, für dieses grandiose Wochenende und die wichtige Vernetzungsarbeit die ihr betreibt.

Ein paar Eindrücke und weitere Infos findet ihr hier.